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Die neue Ausgabe des Standortjournals buchinside ist erschienen
15.06.2026 / Liebe Leserinnen und liebe Leser, unser Auftrag am Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) ist klar: Wir wollen medizinische Erkenntnisse schneller zu den Patientinnen und Patienten bringen. Translation bedeutet für uns aber noch mehr, als Forschungsergebnisse in die Anwendung zu bringen – sie ist ein wechselseitiger Prozess, in dem klinische Erfahrungen auch neue Forschung inspirieren. Dieses Zusammenspiel ermöglicht echten medizinischen Fortschritt.
Als überwiegend bundesfinanzierte Einrichtung innerhalb der Charité – Universitätsmedizin Berlin verstehen wir uns als integrativer Akteur, der Brücken baut: zwischen Disziplinen, Institutionen und Standorten. Gerade Berlin-Buch zeigt, wie wertvoll gewachsene Strukturen sind: Hier treffen exzellente Grundlagenforschung, Bioinformatik und klinische Expertise aufeinander. Solche Konstellationen sind entscheidend, um Innovationen wirksam voranzubringen. Unsere Partnerschaft mit dem Max Delbrück Center steht exemplarisch für dieses Prinzip. Strategische Abstimmung, geteilte Infrastrukturen und komplementäre Kompetenzen ermöglichen Synergien, ohne die Eigenständigkeit der Partner einzuschränken.
Gemeinsam treiben wir Themen wie molekulare Medizin, datengetriebene Forschung, neue diagnostische Verfahren und regenerative Therapien voran. Dabei verstehen wir uns als Teil eines größeren Innovationsökosystems. Wir schaffen Programme, Räume und Netzwerke, die es ermöglichen, Ideen in tragfähige Anwendungen zu überführen – von der frühen Validierung bis zur klinischen Umsetzung. Entscheidend ist, dass Innovationen nicht nur technologisch überzeugen, sondern auch skalierbar und finanzierbar sind. Nur so können sie breiten Nutzen entfalten.
Berlin hat das Potenzial, sich als internationaler Knotenpunkt für biomedizinische Innovation zu etablieren. Dafür setzen wir auf Zusammenarbeit – regional, aber vor allem auch national und international. Unser Ziel ist ein abgestimmtes Zusammenspiel starker Partner: ein konzertanter Ansatz, bei dem unterschiedliche Kompetenzen zusammenwirken und mehr erreichen als jeder für sich allein.
Diese Ausgabe der buchinside stellt neben der Arbeit des BIH auch einen neuen Schwerpunkt des Max Delbrück Center vor: Mit zwei von Helmholtz geförderten Projekten fokussiert es künftig auf Bioengineering, eine Kombination von Biomedizin, Ingenieurwesen und künstlicher Intelligenz. Auf diese Weise sollen schneller präzisere und wirksamere Therapien ermöglicht werden. Der Bioengineering-Hub wird Teil des neuen Center for AI-Accelerated Molecular Medicine am Max Delbrück Center sein.
Wie erfolgreich das Ökosystem in Buch arbeitet, zeigt der neue, vielversprechende Therapieansatz gegen Mukoviszidose, den Forschende des Leibniz-Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie und der Charité – Universitätsmedizin Berlin entwickelt haben. Auch die Spin-offs erzielen
beachtliche Erfolge – Tubulis mit einem milliardenschweren Exit, T-knife mit einer klinischen Studie seiner „supercharged TCells“ und CELLphenomics als Teil von GSK am Zukunftsort Buch.
Prof. Dr. Christopher Baum
Vorsitzender des BIH-Direktoriums,
Vorstand des Translationsforschungsbereichs
der Charité – Universitätsmedizin Berlin