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Jan Philipp Junker ist EMBO Young Investigator

13.11.2019 / Insgesamt 27 junge Forschende wurden für das Förderprogramm „EMBO Young Investigators“ ausgewählt. Darunter ist dieses Jahr auch der Systembiologe Jan Philipp Junker vom Berliner Institut für Medizinische Systembiologie des MDC.

Damit sich eine befruchtete Eizelle in einen komplexen Organismus mit Millionen von Zellen entwickeln kann, sind Flexibilität und Präzision gleichermaßen nötig: Einerseits müssen sich Gewebe und Organe zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und in der richtigen Größe entwickeln. Andererseits müssen Fehler rechtzeitig behoben werden. Dr. Jan Philipp Junker will am Beispiel des Zebrafischs herausfinden, wie das möglich ist. Er leitet am Berliner Institut für Medizinische Systembiologie (BIMSB) des Max-Delbrück Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) die Arbeitsgruppe „Quantitative Entwicklungsbiologie“. Sein Team hat unter anderem eine neue Technik entwickelt, um Art und Herkunft aller Zellen in einem Organismus gleichzeitig zu ermitteln. Die Zellstammbäume sollen unter anderem dabei helfen, die Entstehung bestimmter Krankheiten oder auch die Regenerationsfähigkeit von Organen zu verstehen. Das Herz ist dabei ein Beispiel von vielen.

Jan Philipp Junker gehört zu den jungen und aufstrebenden Forschern, die der Europäische Forschungsrat (ERC) mit einem ERC Starting Grant fördert. Nun wird er in das EMBO Young Investigator Programm aufgenommen.

EMBO Young Investigators sind exzellente Forschende unter 40 Jahren, die seit höchstens vier Jahren eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe leiten. Mit der Förderung werden sie Teil eines Netzwerks aus aktuell 129 und 340 ehemaligen Young Investigators. EMBO unterstützt die Forschenden jeweils mit 15.000 Euro, Netzwerkmöglichkeiten, Weiterbildungsangeboten und anderen Vorteilen. Ziele der Organisation EMBO sind, exzellente Forschende über ihre gesamte Karriere hinweg zu unterstützen, den Austausch wissenschaftlicher Information zu fördern und daran mitzuwirken, einen europäischen Forschungsraum zu schaffen, in dem Forschende optimal arbeiten können.

Weiterführende Informationen:
Arbeitsgruppe Junker „Quantitative Entwicklungsbiologie“

Das MDC:
Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH ) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

 

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