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Prototypen für Hightech-Biosensoren

14.05.2019 / Folgt man der Auffassung von Peter Magyar, dem Geschäftsführer der ImplaSens GmbH, so gibt es selten technologische Grenzen, um neue Biosensoren in die medizinische Anwendung zu bringen. ImplaSens hat sich darauf spezialisiert, invasive oder nicht-invasive Implantate zu entwickeln, die diagnostische Werte erfassen oder auch körpereigene Enzyme steuern können. Ein kleines, schlagkräftiges Team aus Hard- und Software-Entwicklern, Labore mit modernsten Technologien und kreative Ideen waren der Schlüssel für einen erfolgreichen Markteintritt.

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Das Start-up ImplaSens im BiotechPark Berlin-Buch ist auf schnelle Realisierung von smarten Biosensoren spezialisiert. Gründer und Geschäftsführer ist Peter Magyar. (Foto: Christine Minkewitz/Campus Berlin-Buch GmbH)

Seit der Gründung sind knapp drei Jahre vergangen, und derzeit startet ImplaSens durch: In nur acht Monaten verdoppelte ImplaSens die Zahl der gemieteten Räume und verdreifachte die Zahl seiner Beschäftigten auf zehn. Dieses schnelle Wachstum beruht auf der Einwerbung vielversprechender Projekte, aber auch der Unternehmensphilosophie, in der der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle spielt.

Ideale Bedingungen
Peter Magyar hatte das Glück, einen Investor zu finden, der das Unternehmen in administrativen Belangen unterstützt, aber bei den Entwicklungen freie Hand lässt. „Mein Team und ich sind aufeinander eingeschworen. Wir teilen die gleiche Mentalität – und darauf kommt es an, wenn wir Projekte stringent durchziehen wollen“, so Peter Magyar. Die ideale Besetzung zu finden, dauerte drei Jahre, insgesamt gab es 600 Bewerber. Der Erfolg von ImplaSens gründet auch auf der jahrelangen Erfahrung, die Magyar als Programmierer und Entwickler in Ungarn, seinem Heimatland, und später in Deutschland sammelte.

ImplaSens entwickelt häufig eigene Lösungen als Prototypen (Proof of Concept) und bietet sie auf dem Markt an: „Erst, wenn wir dafür Kunden gewinnen, setzen wir das Produkt für die Anwendung um. Wir stellen beliebig viele Prototypen her und bieten auch die weitere Herstellung an. Für die Massenproduktion verfügen wir über eine Anlage in Thailand“, so der Geschäftsführer. Zum Entwicklungsvertrag gehört auch die komplette Zertifizierung, deren Dauer von der Art des Produkts abhängt.

Die Entwicklungszeit von ImplaSens ist sehr gering und kostengünstig, weil alle erforderlichen Experten und Technologien vorhanden sind. Dabei verfolgt das Unternehmen die Strategie, einen Proof of Concept zu erbringen, bevor die Existenz konkurrierender Produkte recherchiert wird. Sollten bereits ähnliche Produkte existieren, beweist dies lediglich die vorhandene Nachfrage.„Wir sind dementsprechend entweder die ersten auf dem Markt oder wir grenzen unser Produkt ab, verbessern noch Merkmale und bieten es dann an. Auf diese Weise können wir sehr schnell am Markt sein, das ist unser Vorteil“, erklärt Magyar.

Medizinische Innovation
Ein Pilotprojekt, über das Peter Magyar Auskunft geben darf, ist eine intelligente Insulinspritze, die auf Anregung eines Arztes entstanden ist. Per Internet kann der Arzt im Gerät des Patienten die Dosis und die Injektionszeit einstellen, ohne dass dieser die Praxis aufsuchen muss. Die Biosensoren übermitteln dem Arzt auch den Zeitp unkt und den Effekt der Nutzung durch den Patienten: Wurde nur ein Knopf gedrückt oder gab es auch Hautkontakt? Wurde so gedrückt, dass das Medikament tatsächlich injiziert worden ist? „Für uns war dies eine kleine Entwicklung, die innerhalb von zwei Wochen fertiggestellt werden konnte. Sie umfasste das komplette System, die Hardware, die Software und die Serververbindung“, so der Geschäftsführer.

Dass sich sein Start-up im BiotechPark Ber-lin-Buch befindet, verdankt sich der Tatsache, dass er für einen früheren Arbeitgeber ein Labor suchte und dabei den Campus kennenlernte. „Ich war positiv überrascht, dass unser Profil, und nicht der Umsatz für die Ansiedlung wesentlich war. Es dauerte nur einen Monat bis wir die ersten Räume beziehen und mit der Arbeit beginnen konnten“, so der Geschäftsführer. „Für mein Team und mich ist der internationale Campus, der übrigens in Ungarn sehr bekannt ist, eine sehr inspirierende Umgebung.“

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