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Das Immunsystem im Fokus

25.02.2019 / Seit gestern, dem 24. Februar 2019, findet am MDC die erste „Immunology & Inflammation Conference“ statt. Es gibt mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter die Weltelite der Immunologie. An drei Tagen wollen sie die neuesten Erkenntnisse dieses aufstrebenden Forschungsfeldes vorstellen und diskutieren.

Vier große Themenblöcke stehen im Mittelpunkt der „I & I Conference“, die Professorin Michela Di Virgilio und Professor Klaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin gemeinsam und zum ersten Mal organisiert haben. Nach einem Keynote-Vortrag von Professor Dan Littman von der New York University School of Medicine über die TH17-Immunzellen wird sich im weiteren Verlauf des Sonntagnachmittages alles um die Entwicklung der blutbildenden Zellen drehen.

Namhafte Wissenschaftler, unter ihnen Dr. David Kent vom britischen Cambridge Stem Cell Institute, Professor Hans-Reimer Rodewald vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Professor Sten Linnarsson vom schwedischen Karolinska Institutet, werden die modernsten Techniken präsentieren, mit denen sich blutbildende Zellen auch im lebenden Organismus untersuchen lassen.

Strategien gegen Eindringlinge
Am Montag wird es zwei Themenblöcke geben. Vormittags führt Di Virgilio, die Leiterin der MDC-Arbeitsgruppe „DNA Repair and Maintenance of Genome Stability“ durch eine Session zu Antikörpern. „Dabei wird es vor allem um die Vielzahl der Mechanismen gehen, mit deren Hilfe die Zellen des Immunsystems Krankheitserreger erkennen und daraufhin spezifische Antikörper produzieren“, erläutert die Wissenschaftlerin.

Die Hauptvorträge dazu halten die drei US-Immunologen Professor Frederick Alt vom Boston Children’s Hospital, Professor David Schatz von der Yale School of Medicine in New Haven und Professor Gabriel Victora von der New Yorker Rockefeller University sowie Professor Michael Reth vom Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg.

Auf Abwegen im Gehirn
Nachmittags steht dann das Zusammenspiel zwischen Immun- und Nervensystem auf dem Programm. „Wir werden uns hier vorrangig mit der großen Bedeutung beschäftigen, die das Immunsystem bei der Entstehung neuroinflammatorischer Krankheiten wie der Multiplen Sklerose und neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer hat“, sagt Rajewsky, der Leiter der MDC-Arbeitsgruppe „Immunregulation und Krebs“.

Erwartet werden zu dieser Session fünf der weltbesten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet: Professor Oleg Butovsky vom Brigham and Women’s Hospital, Professor Joseph El-Khoury vom Massachusetts General Hospital, beide in Boston, Professorin Bente Finsen von der Syddansk Universitet in Dänemark, Professor Marco Prinz vom Universitätsklinikum Freiburg und Professorin Carla Shatz von der kalifornischen Stanford University.

Die neue Säule der Krebstherapie
Zum Abschluss der Tagung sollen am Dienstagvormittag die neuesten Entwicklungen der Immuntherapie erörtert werden. „Insbesondere bei der Behandlung von Krebs hat die medizinische Forschung hier in jüngster Zeit rasante Fortschritte gemacht “, sagt Rajewsky.

Hauptvortragende der Session werden sein: Professor K. Christopher Garcia von der Stanford University School of Medicine, Professor Carl June von der Perelman School of Medicine der University of Pennsylvania in Philadelphia, Professorin Cliona Rooney vom Baylor College of Medicine in Houston und Professor Thomas Blankenstein.

„Es ist uns wirklich gelungen, zu jedem Themenblock die weltweite Elite auf diesen Forschungsgebieten für einen Vortrag zu gewinnen“, sagt Di Virgilio. „Wir freuen uns auf jede Einzelne und jeden Einzelnen von ihnen und hoffen sehr auf einen lebendigen Meinungsaustausch.“


Weiterführende Informationen
Website „Immunologie & Inflammation“

Veranstaltungswebsite „1st Immunology & Inflammation (I & I) Conference“

Über das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren. www.mdc-berlin.de 

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