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Das MDC trauert um Andrej Nikolaevič Timoféeff

18.09.2014 / Prof. Andrej Nikolaevič Timoféeff ist am 9. September 2014 im Alter von 87 Jahren nach kurzer Krankheit verstorben. Er war der Sohn von Elena und Nikolaj V. Timoféeff-Ressovsky, zwei berühmten Genetikern, die in den 1930-er und 1940-er Jahren Berlin-Buch arbeiteten. Nikolaj V. Timoféeff-Ressovsky veröffentlichte zusammen mit Max Delbrück und Karl Zimmer eine für die moderne Molekularbiologie wegweisende Arbeit.

Timofeeff

Andrej Timoféeff, Sohn von Nikolai Timoféeff-Ressovsky (9. April 1927–9. September 2014) | Copyright: MDC

Andrej wurde am 9. April 1927 in Berlin geboren und ist hier aufgewachsen. Er blieb seinem Geburtsort stets verbunden. Er verlebte glückliche Tage in Berlin. Sie wurden überschattet von der Verhaftung und Ermordung seines Bruders Dmitrij, der Gegner des Hitler-Regimes war, und der Deportation seines Vaters in die Sowjetunion nach Kriegsende. Er und seine Mutter sahen ihn erst nach zwei Jahren wieder, als sie 1947 in die Sowjetunion reisen durften. Dort setzte er sein Physikstudium, das er in Berlin begonnen hatte, fort und war später Leiter eines Labors für Dosimetrie. Darin arbeitete er mit Dr. Karl Günther Zimmer zusammen, dem ehemaligen Kollegen seines Vaters und Ko-Autoren der berühmten Studie.

Später war Andrej Timoféeff am Institut für Physik der Metalle der Akademie der Wissenschaften im Ural tätig. Im Januar 2014 verlor er seine Frau Nina Alekseevna, mit der er über 60 Jahre verheiratet war.

Die Erinnerung an seine Eltern und ihre Leistungen in der Wissenschaft waren ihm sehr wichtig, ebenso die deutsche Sprache und die deutsche Literatur. Mit Andrej Nikolaevič verlieren das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) und der Campus Berlin-Buch einen wunderbaren Freund.

Quelle: MDC

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