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Neue Förderung für Captain T Cell

18.04.2018 / Captain T Cell, ein Ausgründungsprojekt vom MDC, gewinnt beim GO-Bio-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) einen Millionenbetrag, wie auf den Deutschen Biotechnologie-Tagen in Berlin bekannt gegeben wurde. Ziel ist die Entwicklung von T-Zelltherapien gegen Krebs.

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Inan Edes, Felix Lorenz und Julian Clauß (v.l.n.r.) sind das Team von Captain T Cell. Credit: David Ausserhofer / MDC

Das Team um Dr. Felix Lorenz vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) will mit „Captain T Cell“ die Krebstherapien der Zukunft entwickeln. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen die Anwendung der T-Zelltherapie für neuen Patientengruppen ermöglichen. Sie fokussieren sich dabei zunächst auf Blutkrebspatientinnen und –patienten, deren akute myeloischer Leukämie (AML) auf keine andere Therapie mehr anspricht.

Am Ende der Förderung durch die Gründungsoffensive Biotechnologie (GO-Bio) des BMBF steht die Gründung eines Unternehmens, das die T-Zelltherapie für die klinische Praxis weiterentwickelt.

Für die T-Zelltherapie statten die Forschenden T-Zellen des Immunsystems mit neuen Rezeptorproteinen aus. Mit den Rezeptoren spüren die genetisch veränderten T-Zellen Tumorzellen im Körper auf und zerstören sie. Das Forschungsteam hat eine Methode entwickelt, mit der sie Tumor-spezifische Rezeptoren mit verbesserten Eigenschaften identifizieren können. Sie bietet damit Potenzial für ein breites Anwendungsspektrum gegen verschiedene Krebsarten. 

Viel Unterstützung aus Berlin
Das Team von Captain T Cell wird weiterhin eng mit dem MDC-Wissenschaftler Professor Wolfgang Uckert zusammenarbeiten. Auch das Technologietransfer-Büro des MDC und die SPARK-Initiative, ein Mentoring-Netzwerk des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH), unterstützen Captain T Cell.

Das Konzept ist mehrfach preisgekrönt. So hat sich die Projektgruppe schon 2016 in London bei OneStart, dem weltgrößten Wettbewerb für Startups in den Gesundheits- und Lebenswissenschaften, gegen 400 internationale Mitbewerber durchgesetzt. 2017 räumte das Team in München den Jury-Preis der Konferenz BioVaria für die beste Idee für ein Spin-Off ab.

Weiterführende Informationen

Über das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)
Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) wurde 1992 in Berlin gegründet. Es ist nach dem deutsch-amerikanischen Physiker Max Delbrück benannt, dem 1969 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde. Aufgabe des MDC ist die Erforschung molekularer Mechanismen, um die Ursachen von Krankheiten zu verstehen und sie besser zu diagnostizieren, verhüten und wirksam bekämpfen zu können. Dabei kooperiert das MDC mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Berlin Institute of Health (BIH) sowie mit nationalen Partnern, z.B. dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DHZK), und zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen. Am MDC arbeiten mehr als 1.600 Beschäftigte und Gäste aus nahezu 60 Ländern; davon sind fast 1.300 in der Wissenschaft tätig. Es wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Berlin finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.
www.mdc-berlin.de 

 

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