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MDC-Krebsforscher Roland Schwarz erhält Auszeichnung von der BBAW

14.11.2016 / Dr. Roland F. Schwarz vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) erforscht Krebstumore mit den Methoden der Bioinformatik. Er erhält nun den „Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften – gestiftet von der Monika Kutzner Stiftung zur Förderung der Krebsforschung“ für seine herausragenden Arbeiten.

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Featured image: Dr. Roland F. Schwarz. Image: Keith Heppell.

Der jährlich an fachlich herausragende junge Forschende verliehene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Dieses Jahr wird er am 25. November an Dr. Roland F. Schwarz vom Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB) des MDC vergeben. Die Verleihung findet anlässlich des Einsteintages der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt.

Roland Schwarz, seit Oktober 2016 Forschungsgruppenleiter am MDC, möchte die Evolution von Tumorzellen verstehen. Er sequenziert dazu das Genom einer großen Anzahl von Krebstumoren und analysiert es mit Computeralgorithmen und statistischen Methoden. Schwarz sagt: „Zu verstehen, wie Tumore wachsen und sich entwickeln, ist entscheidend für eine möglichst genaue Vorhersage des Krankheitsverlaufs und damit des Therapieerfolgs.“

Die Entwicklung der Zellen im Tumor ist komplex, denn sie agieren wie in einem eigenen Ökosystem. Sie konkurrieren untereinander und müssen sich gegen Immunsystem und Medikamente durchsetzen. Die Zellen häufen Mutationen im Erbgut an, die ihnen neue Eigenschaften verleihen. Auf diese Weise können Bereiche eines Tumors Resistenzen gegenüber Wirkstoffen entwickeln, überleben die Therapie und lassen die Krankheit wiederaufflammen. Im Rahmen seiner Arbeit findet Schwarz derartige Mutationen und erforscht ihre Auswirkungen auf die Zelle und auf den Patienten.

Die Krebsgenomik ist daher ein Grundpfeiler personalisierter Krebstherapien, die derzeit intensiv erforscht und entwickelt werden. Schwarz untersucht daher häufig Proben von Erkrankten, aber auch von Tiermodellen mit menschenähnlichen Krankheitsbildern.

(mb)

Medienkontakt
Vera Glaßer
Leiterin Abteilung Kommunikation (kommissarisch) 
030 94062120
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