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BIH Charité Clinician Scientist Program: Erfolgreiches Forschungs- und Weiterbildungsprogramm für Medizinerinnen und Mediziner in der Facharztausbildung feiert fünfjähriges Bestehen // Clinician Scientist Symposium 2016

30.06.2016 / Forschungserkenntnisse möglichst rasch in die klinische Anwendung zu bringen, ist ein zentrales Ziel der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH). Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet das BIH Charité Clinician Scientist Program: Es ermöglicht Medizinerinnen und Medizinern mit wissenschaftlichem Interesse, in der Facharztausbildung und neben der Arbeit in der Klinik zu forschen und sich weiterzubilden. Heute gibt es an der Charité mehr als 110 wissenschaftlich und klinisch tätige Medizinerinnen und Mediziner, die im Rahmen des Programms gefördert werden oder wurden. Am 1. und 2. Juli 2016 wird das fünfjährige Jubiläum des erfolgreichen Programms im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums begangen. Elf internationale Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler tragen zum fachlichen Austausch mit den Berliner Programmteilnehmenden bei.

Das BIH Charité Clinician Scientist Program kann eine wahre Erfolgsstory vorweisen – vom innovativen Pilotprogramm, das von jungen Forschenden der Charité initiiert wurde, zum nationalen best practice-Modell: 2011 startete es mit acht Geförderten, die – erstmalig in der Geschichte der Charité – einen Teil ihrer Arbeitszeit in der Facharztausbildung nutzen konnten, um parallel zu forschen. Zum Programm gehören seit 2014 zwei Förderlinien: das Junior Clinician Scientist Program und das Clinician Scientist Program. Mit dem Junior Clinician Scientist Program können junge Ärztinnen und Ärzte im ersten bis dritten Jahr der Facharztausbildung, über zwei Jahre hinweg, 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Forschung einsetzen. Das Clinician Scientist Program richtet sich an Ärztinnen und Ärzte ab dem vierten Jahr der Facharztausbildung. Sie können über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 50 Prozent ihrer Arbeitszeit für Forschung aufwenden. 2015 wurde das Programm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Vorbild-Modell für die medizinische Ausbildung in Deutschland gelobt. Heute tragen mehr als 110 Charité-Medizinerinnen und Mediziner zum wissenschaftlichen Fortschritt auf ihrem Fachgebiet bei, etwa die Chirurgin und Wissenschaftlerin Dr. med. Rosa Schmuck, die an Therapien für Bauchspeichelkrebs forscht, oder der Leukämie-Forscher und Arzt PD Dr. med. Frederik Damm.

"Ganz wesentlich für den Erfolg unseres Programms ist die Unterstützung der Berliner Ärztekammer, die die wissenschaftliche Arbeitszeit voll als Ausbildungszeit anrechnet. Ich bin sehr stolz darauf, dass unser Programm in den wenigen Jahren seit der Gründung so stetig und stark gewachsen ist – das zeigt, dass die Grundidee des Clinician Scientist Programs, Forschung und medizinischen Alltag stärker zu kombinieren, richtig und zukunftsweisend ist", sagt Prof. Dr. Duska Dragun, Direktorin des BIH Charité Clinician Scientist Programs und Geschäftsführende Oberärztin der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und Internistische Intensivmedizin am Campus Virchow-Klinikum der Charité.

"Das Clinician Scientists Program ist ein sehr gelungenes Beispiel für die Etablierung neuartiger Karrierewege für translationale Forscherinnen und Forscher. Je integrativer die Instrumente der medizinischen und wissenschaftlichen Ausbildung sind, desto erfolgsversprechender sind biomedizinische Innovationen für Patientinnen und Patienten", kommentiert Prof. Dr. Erwin Böttinger, Vorstandsvorsitzender des BIH.

Mit dem insgesamt dritten Clinician Scientist Symposium, das am 1. und 2. Juli 2016 in Berlin stattfindet, wird das fünfjährige Bestehen des Programms geehrt. Highlights sind der wissenschaftliche Austausch aller Clinician Scientists und ihrer Mentorinnen und Mentoren untereinander und mit den elf Spitzen-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt, größtenteils aus den USA. Ein Netzwerkabend rundet das Programm ab.

 

Über das BIH Charité Clinician Scientist Program

Das BIH Charité Clinician Scientist Program ist eine gemeinsame Initiative des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung (BIH), der medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Stiftung Charité, der Privaten Exzellenzinitiative Johanna Quandt, der Berlin-Brandenburg Schule für Regenerative Therapien (BSRT), der Berlin School of Integrative Oncology (BISO) sowie des Exzellenzclusters NeuroCure. Das Programm wird zwei Mal jährlich ausgeschrieben; ein Board aus Forschenden wählt die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus. Gefördert werden junge Ärztinnen und Ärzte der Charité, die mindestens drei Jahre ihrer Facharztausbildung absolviert und bereits promoviert haben oder einen vergleichbaren wissenschaftlichen Titel tragen. Die Teilnehmenden können sich 50 Prozent ihrer Arbeit in der Klinik zu Forschungszwecken freistellen lassen; die Zeit erkennt die Ärztekammer für die Facharztausbildung an. Teilnehmende des Junior Clinician Scientist Programs erhalten 20 Prozent ihrer Arbeitszeit in der Klinik für Forschungszwecke freigestellt.

Über das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH)

Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts für Translation und Präzisionsmedizin. Das bedeutet, den wechselseitigen Austausch zwischen biomedizinischer Grundlagenforschung, klinischer Forschung und ärztlicher Praxis sicherzustellen sowie neue wissenschaftliche und technologische Entwicklungen für Präventionsmaßnahmen, Diagnosen und neuartige Therapien nutzbar zu machen. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC) sind im BIH eigenständige Gliedkörperschaften.

Gemeinsame Presseinformation mit Charité – Universitätsmedizin Berlin

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