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Projekt von Prof. Nikolaus Rajewsky gewinnt Ideenwettbewerb "Diagnostische Innovationen für die personalisierte Medizin"

17.09.2015 / Anfang September prämierte eine Jury mit Experten aus Diagnostik- und Pharmaindustrie, Medizinrecht, Labormedizin und Kostenträgerschaft die vier besten Projekte der 39 eingereichten Skizzen des Ideenwettbewerbs ‚Diagnostische Innovationen für die personalisierte Medizin‘. „Der Wettbewerb zeigte eindrucksvoll, mit welcher Ideenvielfalt Forscher und Entwickler an die Lösung der Herausforderungen der personalisierten Medizin herangehen“, betont Prof. Dirk Roggenbuck, Konsortialsprecher von PARMENIDes – einer vom DiagnostikNet-BB koordinierten Initiative für personalisierte Diagnostik und Medizin, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Million Euro im Rahmen des Zwanzig20-Programms „Partnerschaft für Innovationen“ unterstützt. „Die zugleich hohe Qualität der eingereichten Skizzen erschwerte die Auswahl der Sieger zusätzlich“, ergänzt Roggenbuck.

Über den Sieg freuen dürfen sich deshalb Prof. Frank F. Bier vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie und Prof. Nikolaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Zentrum für Molekulare Medizin, Dr. Holger Eickhoff von der Scienion AG und Dr. Arif Malik von der MicroDiscovery GmbH, Dr. Juliane Hoffmann und Prof. Berend Isermann vom Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie der Universität Magdeburg sowie Dr. Uwe Schedler von der PolyAn GmbH. Ihnen bietet sich nun die Chance, eine mit 100.000 Euro geförderte Machbarkeitsstudie im Rahmen des BMBF-geförderten Zwanzig20-Forums durchzuführen. Zudem präsentieren sie ihre Ideen auf einer Veranstaltung der PARMENIDes-Initiative am 7.10.2015 auf dem „Marktplatz Personalisierte Medizin-Technologien“ der BIOTECHNICA in Hannover. Hier beleuchten Experten aus verschiedenen Blickwinkeln die Anforderungen der personalisierten Medizin und diskutieren das Thema „Innovationsführerschaft als strategische Option für die pharmazeutische Industrie: Perspektiven, Grenzen und die Rolle der Diagnostik“.

Um das Innovationspotenzial der personalisierten Medizin noch besser auszuschöpfen, startete PARMENIDes Anfang Juni dieses Jahres einen Aufruf. Neben den vielversprechenden Möglichkeiten birgt die personalisierte Medizin wissenschaftliche, ethische, rechtliche und gesundheitsökonomische Herausforderungen. Hier setzte der Ideenwettbewerb der Initiative an: Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen wurden aufgefordert, Ideen zu neuen Ansätzen der In-vitro-Diagnostik zu formulieren, die dazu beitragen, die Herausforderungen ganzheitlich zu lösen. Der Wettbewerb zielte vor allem darauf, die Entwicklung von innovativen Ideen aus der interdisziplinären Zusammenarbeit anzustoßen.

Machbarkeitsprüfung eines microarraybasierten Systems, um zirkuläre RNA zu detektieren
In welcher Art und Weise und wie vielfältig dies geschehen kann, zeigen die Gewinnerprojekte. So werden Prof. Bier und Prof. Rajewsky eine Machbarkeitsprüfung für ein microarraybasiertes System durchführen, um zirkuläre RNA zu detektieren – einer neuen und wertvollen Klasse von Biomarkern, etwa für die Diagnostik neurodegenerativer Erkrankungen. Das Projekt von Dr. Eickhoff und Dr. Malik fokussiert auf den Machbarkeitsnachweis eines glykanbasierten kombinierten Schnelltests. Glykane sind Kohlenhydrate, die alle Zellen des menschlichen Körpers bedecken und daher interessant sind für die molekulare Erkennung von Zelloberflächen. Die Partner erarbeiten wesentliche Entwicklungsparameter für eine innovative Diagnostikplattform, die auf die Glycan-Array-Technologie zurückgreift. Der Test soll zunächst in der Autoimmundiagnostik Einsatz finden, später auch in der Infektiologie und Onkologie. Dr. Hoffmann und Prof. Isermann widmen sich einem anderen spannenden Verfahren, mit dem sich aggressive Prostatakarzinome anhand von Blutproben identifizieren lassen. Hierfür sind Vorarbeiten geplant, um eine neuartige nukleinsäurebasierte Screening-Technologie zu entwickeln, die es erlaubt, Patienten mit Prostatakarzinom einer richtigen und nebenwirkungsarmen Therapie zuzuführen. Schließlich fokussiert Dr. Uwe Schedler auf die Diagnostik pathogener Erkrankungen der Mundhöhle. Zusammen mit dem Lehrstuhl für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Universität Würzburg wird er eine Proof-of-Principle-Studie durchführen, um anschließend einen Kaugummi-Selbsttest zu entwickeln, mit dem sich etwa Karies frühzeitig erkennen lässt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des DiagnostikNet-BB.

http://www.healthcapital.de/biotechnologie/artikel/details/4-aus-39-die-sieger-stehen-fest/

Quelle: DiagnostikNet-BB / Netzwerk Diagnostik Berlin-Brandenburg

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