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IPSEN hat die Übernahme der OctreoPharm Sciences abgeschlossen

30.06.2015 / Die OctreoPharm Sciences GmbH (OPS), mit Hauptsitz in Berlin, gibt bekannt, dass das radiopharmazeutische Unternehmen mit dem französischen Pharmaunternehmen IPSEN einen Kaufvertag über sämtliche Geschäftsanteile der OPS abgeschlossen hat. Die Transaktion hat ein Gesamtvolumen von 50 Mio. EUR, einschließlich Meilensteinzahlungen für klinische Entwicklung und kommerziellen Erfolg.

OPS wurde 2009 gegründet und entwickelt innovative Medikamente für das klinische Management von neuroendokrinen Tumoren (NET). OPS hat die erste Finanzierungsrunde im Jahr 2011 mit dem VC Fonds Technologie Berlin (IBB Beteiligungsgesellschaft), Eckert Life Science Accellerator, Berlin und der KfW durchgeführt. In einer zweiten Finanzierungrunde beteiligten sich Shaanxi Xinyida Investment Co. Ltd., Xian (China) und die Eckert & Ziegler AG als neue Investoren an der OPS.

“Als neuer Teil von IPSEN, einem der führenden Pharmaunternehmen auf dem Gebiet der neuroendokrinen Tumore, werden wir in der Lage sein, den signifikanten Mehrwert von OPS201 und OPS202 in aussagekräftigen klinischen Studien zügig zu bestätigen. Dies wird das theranostische Konzept als Innovation im Bereich der Nuklearmedizin vorantreiben“ sagte der Geschäftsführer und Mitbegründer der OctreoPharm Sciences GmbH, Dr. Hakim Bouterfa.

Das Therapeutikum OPS201, welches dieses Jahr mit der Phase I/II der klinischen Testung beginnen wird, beruht auf einem antagonistischen Somatostatin Analog der nächsten Generation mit verbesserter Bindung zum sst2 Rezeptor. Da das Peptid im Vergleich zu den derzeit genutzten Agonisten der zweiten Generation, wie DOTA-TATE, DOTA-TOC oder DOTA-NOC, bis zu 5-mal mehr radioaktive Dosis an den Tumor transportieren kann, ist es ein vielversprechender Kandidat, der das Potenzial besitzt, das Ergebnis der Peptid-Rezeptor-Radionuklidtherapie (PRRT) zu verbessern. Im Rahmen eines theranostischen Ansatzes entwickelt OPS dasselbe Peptid als Gallium-68 markiertes Diagnostikum OPS202 für die PET-CT.

Prof. Dr. Richard P. Baum, Chefarzt des Zentrums für Molekulare Radiotherapie an der Zentralklinik Bad Berka und Mitglied des wissenschaftlichen Beratungsgremiums von OPS, kommentierte: „Die Firma hat kürzlich auf der SNMMI Konferenz in Baltimore, USA, überzeugende erste klinische Ergebnisse von OPS202 vorgestellt. Diese Daten deuten stark darauf hin, dass die Anwendung der neuen antagonistischen Peptide einen zusätzlichen klinischen Nutzen für die GEP/NET Patienten verspricht.“

Christian Seegers, Senior Investment Manager der IBB Beteiligungsgesellschaft, sagte: „Die Gründer haben seit Abschluss der ersten Finanzierungsrunde im März 2011 sehr effizient und zielgerichtet Produktkandidaten für die Diagnose und Therapie von neuroendokrinen Tumoren entwickelt. Mit IPSEN konnte der ideale Partner für die Weiterentwicklung von OPS201 und OPS202 gefunden werden. Wir sind hoch erfreut über diesen sehr attraktiven Exit.“

IPSEN plant die Unternehmensstandorte und die Belegschaft zu erhalten, um so einen erfolgreichen Transfer des Know-hows und der Expertise der OPS sicherzustellen.

Marc de Garidel, Chairman und CEO von IPSEN, erklärte: „Die Übernahme von OctreoPharm ermöglicht IPSEN den Zugang zu einem neuen wissenschaftlichen Gebiet, auf dem die OctreoPharm eine einzigartige Expertise im Bereich antagonistischer Peptide für die Diagnose und Behandlung von neuroendokrinen Tumoren besitzt. Dies ist ein wichtiger Schritt in unserem Bestreben, die weltweit führende Position im Management von NET zu erreichen und unterstreicht die Relevanz unserer Entwicklungsstrategie.“

Über die OctreoPharm Sciences GmbH:
Die OctreoPharm Sciences GmbH mit Sitz in Berlin (Deutschland) ist ein auf die klinische Entwicklung insbesondere von Radiopharmazeutika für die Diagnostik und Therapiekontrolle neuroendokriner Tumore spezialisiertes Unternehmen. Weitere Informationen unter www.octreopharmsciences.com.

Über die IBB Beteiligungsgesellschaft:
Die IBB Beteiligungsgesellschaft (www.ibb-bet.de) stellt innovativen Berliner Unternehmen Venture Capital zur Verfügung und hat sich am Standort Berlin als Marktführer im Bereich Early Stage Finanzierungen etabliert. Die Mittel werden vorrangig für die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte oder Dienstleistungen sowie für Geschäftskonzepte der Kreativwirtschaft eingesetzt. Seit März 2015 befinden sich zwei von der IBB Beteiligungsgesellschaft verwaltete Fonds in der Investitionsphase, der VC Fonds Technologie Berlin II mit einem Fondsvolumen von 60 MEUR und der VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin II mit einem Fondsvolumen von 40 MEUR. Beide VC Fonds sind finanziert durch Mittel der Investitionsbank Berlin (IBB) und des europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), verwaltet vom Land Berlin. Seit 1997 hat die IBB Beteiligungsgesellschaft Berliner Kreativ- und Technologieunternehmen in Konsortien mit Partnern über 1.006 MEUR zur Verfügung gestellt, wovon die IBB Beteiligungsgesellschaft 141 MEUR als Lead-, Co-Lead oder Co-Investor investiert hat.
 

Lesen Sie auch den Artikel in der Berliner Morgenpost, der am 3. Juli 2015 zum Thema erschien:
www.morgenpost.de/berlin-aktuell/startups/article205438629/Franzosen-zahlen-50-Millionen-Euro-fuer-Berliner-Start-up.html

Quelle: IBB Beteiligungsgesellschaft mbH

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