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15. Lange Nacht der Wissenschaften auf dem Campus – Die Welt der Biologie, Chemie und Medizin – großes Angebot auch für Jugendliche und Kinder

13.06.2015 / Auch in diesem Jahr hieß es wieder Experimentieren, Mikroskopieren, Schauen, Staunen, Zuhören - bei der diesjährigen Langen Nacht der Wissenschaften auf dem Campus Berlin-Buch. Das Angebot der Campuseinrichtungen - Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP), Experimental and Clinical Research Center (ECRC) von Charité und MDC sowie Gläsernes Labor der BBB Management GmbH – stieß bei den Berlinern und Brandenburgern erneut auf großes Interesse. Zahlreiche Angebote an Laborführungen, Vorträgen und Präsentationen zur Grundlagen- und klinischen Forschung ermöglichte den Besuchern einen Einblick in die Welt der Biologie, Chemie, Arzneimittel- und Genomforschung. In vielen Kursen konnten Kinder und Erwachsene auch selbst mitmachen und experimentieren. Eine Vielzahl von Veranstaltungen wurde erstmals angeboten.

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Wie ist die Maus zu Haus? Foto: Peter Himsel/Campus Berlin-Buch

Beliebt bei den Besuchern auf dem Campus Berlin-Buch waren die Führungen durch die Forschungslabore von MDC, FMP und ECRC. So konnten die Besucher zum Beispiel im MDC lernen, weshalb die nur wenige Zentimeter großen Zebrafische es ermöglichen, die Funktion des Herzens des Menschen detailliert zu erforschen. Sie erfuhren, wie Gene stillgelegt werden und wozu. Vom Blut zur Diagnose: In einem anderen MDC-Labor konnten Besucher in die Welt der kleinsten Moleküle unseres Körpers eintauchen und erfahren, wie Wissenschaftler das humane Metabolom – alles was mit dem Stoffwechsel zusammenhängt - mit Unterstützung der modernsten Technik der Massenspektrometrie erforschen.

Am FMP erfuhren die Besucher bei der Laborführung „Von Würmern und Menschen – was wir von Nematoden übers Altern lernen können“, wie der Alterungsprozess abläuft und warum gerade ältere Menschen von Demenz und neurodegenerativen Krankheiten betroffen sind. In einer anderen FMP-Laborführung lernten die Besucher, welche Auswirkungen Fehlfunktionen im Kommunikationsprozess des Gehirns haben können und konnten unter Anleitung Zellen kultivieren und unter dem Mikroskop betrachten. In den FMP-Vorträgen „Arzneimittel, Drogen, Gifte, Homöopathie – was Sie darüber wissen sollten“ und „Stille Post – wie Nervenzellen miteinander kommunizieren“ erläuterten die Referenten den Unterschied zwischen Arzneimittel und Gift und wie die neuronale Kommunikation in unserem Gehirn erforscht wird. „Kennen Sie vielleicht noch die TKKG-Bande?“, wurden die Besucher am FMP gefragt und eingeladen einen spannenden Kriminalfall zu lösen. Ausgestattet mit einer 3D Brille tauchten die Besucher ein in die Welt der Proteinstrukturen und lernten Neues über den genetischen Fingerabdruck.

Im Gläsernen Labor waren die Besucher bei fünf verschiedenen Programmen zum Mitmachen eingeladen. So konnten sie die bunte Welt der Chemie erkunden, mittels DNA-Analyse ein fiktives Verbrechen aufklären, Axone, Dendriten und Synapsen in Aktion erleben, Wasserproben untersuchen und Biobrennstoffzellen bauen.

Lesung mit Bernhard Kegel: Die Herrscher der Welt: Wie Mikroben unser Leben bestimmen
Der Berliner Schriftsteller Bernhard Kegel stellte sein neues Buch „Die Herrscher der Welt: Wie Mikroben unser Leben bestimmen“ vor. Erst dank verbesserter DNA-Analysen erkennen Forscher, wie schwindelerregend hoch die Zahl und Vielfalt von Bakterien, Viren und anderen Mikroben ist – und wie groß ihre Bedeutung.

Forscherdiplom für Kinder

Auf Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter warteten zahlreichen Experimentierstationen. Die Einrichtungen des Campus, der Forschergarten sowie die Partnerschulen des Gläsernen Labors luden zum Experimentierten rund um Biologie, Chemie und Physik ein. So konnten die kleinen Forscher lernen, wie man Fingerabdrücke nimmt und vergleicht, eine Nachricht in Geheimschrift verfassen, das Unsichtbare unter dem Mikroskop sichtbar machen und kaltes Licht erzeugen. Eifrige kleine Forscher erhielten ihr persönliches Forscherdiplom.

Auch in diesem Jahr konnten die Besucher außerdem wieder aus 14 Bildern die drei besten Bilder der Wissenschaft küren. Die Ausstellung hatte das MDC organisiert. Beim Speakers‘ Corner sprachen Wissenschaftler über ihre Lieblingsthemen in interaktiven Kurzvorträgen. Bereits zum zweiten Mal auf dem Campus zu Gast war das mobile BIOTechnikum, ein doppelstöckiges Ausstellungsfahrzeug des Bundesforschungsministeriums mit Labor, multimedialer Ausstellung und Kino. Hier konnten sich Jugendliche über Karrierewege in der Biotechnologie informieren.

Fotos der Veranstaltung finden Sie hier

http://www.langenachtderwissenschaften.de/index.php?article_id=187

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